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Rock’n’Roll in Budapest: Rockabilly Party in der Amigo Bar

Zusammen mit Freunden und Bekannten haben wir eine kleine Tradition entwickelt. Einmal im Jahr geht es für uns gemeinsam in eine andere europäische Stadt um die dortige Rockabilly Szene zu besuchen. Manche der Gesichter kennt man bereits aus Berlin und Umgebung, entweder weil die eine oder andere Band bereits in Berlin aufgetreten ist oder man sich beim Brandenburger Rock’n’Roll und Rockabilly Meeting kennengelernt hat. Unser Trip in 2017 ging nach Budapest in die Amigo Bar um die Prison Band in heimischen Gefilden zu sehen.

Über die Amigo Bar

Die Amigo Bar in Budapest sieht von außen eher “unscheinbar” wie eine typische Billard-Kneipe, weniger wie eine Rock’n’Roll und Rockabilly Bar aus. Doch wer die Türen öffnet und einen Schritt in die Bar macht, merkt schnell, dass er sich im Herzen der Rock and Roll Szene Budapests bewegt. An den Wänden hängen Poster und Blechschilder mit den Rock and Roll Größen der vergangenen Jahrzehnte, gerahmte Zeitungsausschnitte von Konzerten eben dieser Rockabilly Bands. Alte Radios und Schallplatten dürfen bei der Dekoration natürlich nicht fehlen.

Die Amigo Bar erstreckt sich über zwei Etagen. Im oberen Teil befindet sich eine kleine Bar, eine Sitzecke und die Billardtische. Zum ersten Drink hat man es also nicht weit. Im Untergeschoss finden dann die Parties statt, denn hier befindet sich eine weitere Bar und die kleine Bühne auf der ordentlich gerockt werden kann.

Wer sich nur auf einen Drink in die Bar verirrt und sich im oberen Teil der Bar aufhält zahlt auch wenn Parties stattfinden erst einmal keinen Eintritt. Für die Prison Band haben wir einen kleinen Beitrag von rund fünf Euro bezahlt wenn ich mich recht erinnere, was eigentlich nicht der Rede wert ist. Auch die Getränkepreise sind mehr als nett. Das Highlight für mich und meine beste Freundin war allerdings die Aussage “Sekt nur Falschen-weise”. Wir haben uns köstlich amüsiert, denn da wir beide große Fans von Sekt-O sind, also Blubberwasser mit Orangensaft, gab es für uns einfach ein Tablett zum Self-Service auf den Tisch. Das anstehen an der Bar hatten wir uns also erst einmal gespart und konnten die Party starten. Wen über den Abend der kleine Hunger packt, der sollte sich einfach eine Portion Nachos bestellenden auch für solche Fälle ist in der Amigo Bar vorgesorgt.

Spätestens nach dem Pálinka, wird man den Snack auch brauchen. Ein Teufelszeug sag ich euch, aber wer von einem Ungarn auf einen Pálinka eingeladen wird der sagt nicht nein.

Was ist Pálinka?

Pálinka ist eigentlich nichts weiter als die ungarische Bezeichnung für einen Obstbrand. Man kann den Obstler zwar auch im Laden kaufen, das machen allerdings eigentlich nur Touristen. Ganz klassisch wird Pálinka nämlich selbstgebrannt. In jeder ungarischen Familie gibt es mindestens einen, der Pálinka macht und auf den hausgebrannten Schnaps ist man auch mächtig stolz. Weshalb ein nein auch keine Lösung ist, wenn man auf dieses Teufelszeug eingeladen wird.

Mich hat man noch auf einen “Kurzen” an der Bar eingeladen, während meine beste Freundin in der selben Zeit draußen am Auto unserer ungarischen Gastgeber stand und den Pálinka aus dem Kofferraum heraus serviert bekam. Den Rest des Abends hieß es für uns dann aber auch einen großen Bogen um dieses Getränk zu machen, sonst wird man auf einer solchen Party nämlich nicht alt.

Pálinka ist traditionell aus Aprikosen, Zwetschgen und Kirschen. Beliebt ist auch Pálinka aus Äpfeln, Sauerkirschen oder Quitten. Was eben gerade so Saison hat. Seit einiger Zeit experimentieren Brennereien wohl auch mit selteneren, teilweise wild wachsenden Obstsorten wie z.B. Schlehen, Vogelbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren oder Maulbeeren.

Über die Prison Band

Die Prison Band gibt es schon seit über 10 Jahren und fast genauso lange her war es, dass die Jungs in Berlin aufgetreten sind. Besser gesagt auf dem Brandenburger Rock’n’Roll und Rockabilly Meeting in Templin. Das muss damals eines der ersten Festival gewesen sein, als die Prison Band dort aufgetreten ist. Umso aufgeregter waren wir, die Ungarn einmal live zu sehen.

Die Band um Frontsänger “Cactus”, ja man nennt ihn wirklich so, auch wenn er selbst nicht wirklich erklären kann woher der Spitzname kommt, ist keine ganz klassische Rockabilly Band. Die Jungs spielen nämlich nicht nur die traditionellen Songs der 50er Jahre Größen sondern interpretieren ihre Lieblingssongs der Neuzeit im Rockabilly Sound neu. So rockt man den Floor auch als Rockabilly mal zum neuinterpretierten Ricky Martin oder AC/DC Klassiker. Ich kann euch sagen, das fetzt,  auch wenn es anfangs etwas gewöhnungsbedürftig sein kann.

The Prison Band live in der Amigo Bar in Budapest

Was an diesem Abend in der Amigo Bar leider ausfiel, war der stilechte auftritt der Prison Band im Häftlingsoverall, ganz in orange. Wer meine Story auf Instagram verfolgt hat, im vergangenen Jahr, hat die Live-Videos und Fotos zur Party direkt mitbekommen, für alle anderen möchte ich hier nochmal einen kleinen Vorgeschmack der Band einbinden. Hörenswert wie ich finde und mit Cactus im Interview zu den Band-Mitgliedern und dem Neo-Rockabilly Stil der Prison Band. 😉

Nur, dass die Jungs weniger gefährlich sind als sie im Video von RockTV angekündigt werden. Es sei denn, sie überreden dich zum Pálinka trinken. 😀


Wenn ihr die Amigo Bar in Budapest besuchen wollt, dann findet ihr in meinem Adressbuch die Adresse und Öffnungszeiten der Bar und den Link zur Webseite, auf der ihr euch über Termine zu Veranstaltungen erkundigen könnt.

Mehr zur Prison Band findet ihr außerdem auf der offiziellen Facebookseite oder auf der Webseite der Jungs, die durchaus empfehlenswert ist.


Viel Spaß beim reinschauen und reinhören.

Eure Nika

 

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7 Comments

  1. Kerstin sagt:

    Oh, wie schön, das klingt nach richtig guter Feierei! Ein toller Ansatz auch, das Etwas-Neues-Erkunden mit Freunden zu ritualisieren. Das macht Sinn, um sich in der Après-Schule oder -Studium-Phase nicht aus den Augen zu verlieren. Gefällt mir!

    Viele Grüße,
    Kerstin 🙂

    ::: http://blog.laboratorium-nachhaltigkeit.de :::

    • Nika sagt:

      Das war es auch, wir hatten wieder einen unglaublich viel Spaß. Die Truppe mit der ich allerdings in Budapest war ist nicht immer in der Form zusammen unterwegs. Wir haben einen Rockabilly-Reise-freudigen Kopf dabei, der das immer organisiert. Er kontaktiert die Bars und Bands und dort wo was los ist, eben immer im Herbst, dort geht es dann hin. Wer sich einklinken mag ist immer herzlich eingeladen und zu den Mitgliedern der Gruppe gehören so einige Berliner und Nicht-Berliner Rockabillies. Daher setzt sich die Truppe immer neu zusammen. Man kann also gespannt sein wie die Truppe für den nächsten Trip ausfällt. es soll nämlich nach Warschau gehen. ich bin gespannt.

      Liebe Grüße,
      Nika

  2. Anke sagt:

    Spannend – ich werd demnöchst mal wieder nach Budapest fahren. Vielleicht werd ich da mal hinschauen!

    • Nika sagt:

      Oh wie toll, da bin ich ja glatt etwas neidisch. Budapest war einfach so unglaublich schön. Ich habe mir auch fest vorgenommen nochmal im Sommer zu fliegen, da die Stadt ja zu jeder Jahreszeit etwas ganz besonderes haben soll und das will ich mir nicht entgehen lassen.
      Die Amigo Bar solltest du auf jeden Fall besuchen wenn du in der Ecke vorbei kommst. War wirklich toll dort und wer weiß, vielleicht spielt ja sogar die Prison Band, die sind immer einen Besuch wert.

      Hast du auch schon die Shopping Tipps für Budapest entdeckt?

      Liebe Grüße,
      Nika

  3. […] echte Rockabilly Party ist ein Erlebnis. Meine ersten Rockabilly Festivals kamen mir vor wie eine Zeitreise in die […]

  4. Julie sagt:

    Richtig cooler Beitrag – mal was Anderes! Das Video muss ich gleich meiner Cousine weiterleiten. Die ist nämlich ein 50er-Jahre-Fan.
    Vielen Dank fürs Teilen!
    Liebe Grüße
    Julie

    • Nika sagt:

      Hey Julie,
      das freut mich sehr zu hören. Leite es gerne weiter und sie soll Montag mal reinschauen, ich veröffentliche noch einen Beitrag über Rockabilly Festivals in Deutschland. Das ist sicher auch spannend für sie.

      Liebe Grüße,
      Nika

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