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Karibische Küche beim Street Food Market im YAAM Berlin

Wie kann man einen sonnigen Sonntag in Berlin besser verbringen als, in der YAAM Strandbar Berlin, zum Caribbean Street Food Market die karibische Küche an der Spree zu genießen. Köstlichkeiten aus der karibischen Küche im YAAM und anschließend Vintage Market im Ballhaus Berlin hieß das Programm zum Muttertag. Genau die richtige Kombination bei diesem wunderschönen Sommerwetter in Berlin.

Zum Mittagessen karibische Küche

Wäre ich nicht mal wieder spät dran gewesen, wäre es vielleicht tatsächlich auch Mittag gewesen zum Mittagessen. Dank meiner sonntäglichen Trödelei, wurde es etwas später und ich musste zum YAAM am Ostbahnhof nachkommen. Dort fand nämlich der Caribbean Street Food Market statt. Direkt gegenüber des Bahnhofs, an der Schillerbrücke wartete schon völlig unbegründet eine ewig lange Schlange auf mich.

Warum eigentlich? Man hat sich mit karibischer Manier einfach unfassbar viel Zeit beim Einlass genommen, trotz kostenfreiem Eintritt. Es stellte sich, nach langem anstehen, heraus, dass man trotz kostenfreiem Eintritt Stempel an die Besucher verteilte. Sinnfreien wie ich finde, auf die Spendendose hätte man auch so hinweisen können. Nachdem ich auch meine Spende abgegeben hatte und mein “Stempelchen” auf dem Unterarm hatte, durfte ich dann auch endlich zum Essen. Organisatorisch wäre das sicher auch besser gegangen. Mindestens eine halbe Stunde musste ich vor dem YAAM anstehen. Karibisches Flair eben, was mich auch sehr an 5 Hawaiian Minutes oder viel Hakuna Matata erinnerte. 😉

Spreeviera Gallery Berlin

Der Street Food Market im YAAM Berlin

Das Gelände auf dem der Caribbean Food Market statt fand, ist der YAAM Club & Strandbar. YAAM steht hierbei für  Young African Art Market, ein Verein, der sich, laut eigener Website, seit 1994 als Ort der multikulturellen Begegnung und Integration in Berlin, mit kulturellen, sozialen Sport- und Freizeitangeboten etabliert hat.

Ziemlich bunt geht es zu im YAAM. Bemalte Wände mit typischen afrikanischen Motiven prangen auf knallgelbem Hintergrund. Natürlich darf auch am Barhäuschen der Schriftzug “Cool Runnings” nicht fehlen, welcher durchaus zu unserer Belustigung beitrug. Man sollte meinen, hier hat man einfach jedes Klischee aufgegriffen, wer jedoch einmal in Afrika war, weiß, dass je nach Region so manches Klischee durchaus einen wahren Kern hat. Es macht definitiv Spaß und sorgt, bei diesem Wetter ohnehin, für gute Laune. Multi-Kulti im YAAM Berlin fühlt sich fast ein bisschen nach Urlaub an.

Afro Küche beim Street Food Market im YAAM

Afrikanischer Gaumenschmaus

Die angekündigte karibische Küche führte uns allerdings direkt nach Ghana. Der erste Gang, kaum das Gelände betreten, führte zum Food-Stand mit ghanaischer Küche weil uns der Geruch von Süßkartoffeln, Kochbananen und gebratenem Hühnchen und Shrimps sofort magisch angezogen haben. Hier hieß es allerdings auch wieder warten. Geduld ist eine Tugend – Die ich leider nur schlecht beherrsche. Aber der Hunger machte so einiges möglich. Zwei Portionen “Green Peace” gab es dann für uns und zur Erfrischung Ginger Beer. Lecker war es.

Hinter dem seltsamen Namen “Green Peace” versteckte sich übrigens ein vegetarischer Teller mit Gemüsereis, Süßkartoffel-Pommes, Wedges und einer Art Baked Beans mit Erdnusssauce. Eigentlich hätten wohl auch Kochbananen dazugehört, die wurden, bei uns jedenfalls, wohl vergessen. Ohnehin war die 4-fache Portion Kohlehydrate kaum zu schaffen, aber einfach zu lecker um es stehen zu lassen. Wer sich hier das Vergnügen gönnen möchte ein Ginger Beer zu trinken, der sei gewarnt, das schmeckt nicht nur ein bisschen nach Ingwer, im Abgang ist es doch recht “würzig”. Nichts zum schnell mal den Durst löschen jedenfalls.

Exkurs in die karibische Küche

Im engeren Sinne ist damit die typische Küche der Karibischen (Westindischen) Inseln gemeint. Weiter gefasst wird jedoch auch die Küche der angrenzenden Küstengebiete der gesamten Karibik damit bezeichnet. Aber ja, Ghana gehört eigentlich nicht dazu. 😉

Die karibische Küche haben vor allem die Arawak und Kariben, die diese Region vor der Landung der Europäer besiedelten, geprägt. Ihre Spuren hinterlassen haben jedoch auch die Kolonialmächte (Großbritannien, Spanien, Frankreich, Niederlande). Aber auch Afrikaner sowie Inder, die im 19. und 20. Jahrhundert als Arbeitskräfte geholt wurden, brachten Einflüsse aus ihren jeweiligen Heimatregionen ein.

Typische Zutaten der karibischen Küche sind, der Nähe zum Meer geschuldet, Fisch und Schalentiere.Weit verbreitet ist gesalzener Fisch, früher ein typisches Essen für Sklaven. Tropische und subtropische Obst- und Gemüsesorten sind in großer Vielfalt verfügbar, vor allem auch zahlreiche Chilis. Die große Anzahl einheimischer, oft extrem scharfer, Chilisorten verleiht vielen karibischen Speisen eine feurige Schärfe.

Daneben finden sich auch Obst- und Gemüsesorten europäischer Herkunft. Reis, Süßkartoffeln, Maniok, Yams, Kartoffeln und Kochbananen dienen als Beilage. Typisch ist auch die Verwendung von Okra und von Bohnen. Zum Symbol der Karibik wurde auch der Rum aufgrund des dominierenden Zuckerrohranbaus. Auch die Melasse (Zuckersirup) und der Saft der Zuckerrohrs finden Anwendung in der karibischen Küche.

Alles in allem betrachtet, war unser Essen, wenn auch vom ghanaischen Street Food Stand, sehr karibisch.

Spreeviera Walk im YAAM

Strandspaziergang an der Spree.

Die YAAM Strandbar Berlin

Nach dem Essen haben wir uns dann, der Masse hinterher, auf den Weg gemacht das Gelände zu erkunden. Neben einem Getränkestand und vielen verschiedenen Sitzgelegenheiten gab es auch einen kleinen Laden, mit Bongos, Taschen und und Perlenschmuck in vielen verschiedenen Varianten. Eben Multi-Kulti im YAAM.

Die Bemalung der Getränkebude hat uns allerdings direkt zum “BEACH” gelotst. Großen Lettern und ein Pfeil, der uns durch einen kleinen Durchgang, einen schmalen Weg entlang der Spree führte, brachte uns direkt zur YAAM Strandbar Berlin. Die Spreeviera entlang sozusagen ;-). In der YAAM Strandbar Berlin gibt es Cocktails, Eisverkauf und eine Burgerbraterei mit exotischem Angebot, sowie Liegestühlen wohin das Auge reicht. Die perfekte Strandbar Berlin also.

Leider tummelten sich hier derart viele Leute, dass die Aussicht auf einen gemütlichen Platz in der Sonne, auf einer der Strandliegen, ausweglos erschien. Den “Kids Corner”, neben dem Mini-Fußballplatz, wollten wir dann doch nicht. 😀 Außerdem hatten wir ja ohnehin noch geplant den “Old Fleas” zu besuchen. Also gab es noch einen schnellen Drink mit Blick auf die Spree und wir machten uns auf den Weg zur nächsten Etappe unseres Sonntagsausflugs.

Hier seht ihr meine über den Tag gesammelten Eindrücke vom Carribean Street Food Market im YAAM:


Wann der nächste Caribbean Street Food market im YAAM stattfindet, das seht ihr auf der Veranstaltungsseite des Young African Art Market.


War jemand von euch auch dort unterwegs? Was waren eure Eindrücke? Ich würde mich sehr über eure Kommentare freuen.

Eure Nika

 

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19 Comments

  1. […] wir uns auf dem Caribbean Food Market also gestärkt hatten, ging es ins Ballhaus Berlin zum Old Fleas Vintage […]

  2. Leni sagt:

    Wie schade, dass es so voll war. Ansonsten hört sich der Streetfood Markt echt toll an. Ich habe ihn allerdings nicht besucht.
    Liebe Grüße,
    Leni 💕

    • Nika sagt:

      Ja, wenn mal die Sonne rauskommt, dann stürmen alle in die Strandbars und genießen das schöne Wetter. Aber es war für uns dann nicht so dramatisch, wir wollten ja noch zum Vintage Flohmarkt im Ballhaus und sind dann einfach schon los.

      Wenn der Street Food Market das nächste mal ist, dann musst mal hin. Der war wirklich gut. Es lohnt sich.

      LG,
      Nika

  3. Avaganza sagt:

    Leider bin ich zu weit weg – aber da wäre ich sicherlich dabei gewesen. Ich liebe solche Street Food Markets. Wir haben die in Österreich auch öfter. Du hast mir jetzt so richtig Appetit gemacht 😉 …

    Liebe Grüße aus Wien
    Verena

    • Nika sagt:

      Hallo Verena,
      ja, prinzipiell ist gefühlt jeden Tag ein anderer Street Food market in Berlin. Viele habe ich noch nicht besucht, aber es ist auch nicht alles für jeden etwas. Dieser war einfach aufgrund der Kombi mit Strandbar schon etwas besonderes.
      Wenn du das nächste mal hier bist, sag gerne Bescheid, dann geb ich dir die aktuellen Street Food Places durch 🙂

      Liebe Grüße,
      Nika

  4. Miss Classy sagt:

    Ich liebe Foodmärkte! Dieser hört sich ja besonders toll an. Schade dass es so einen bei uns nicht gibt.
    Liebste Grüße
    Doris
    http://www.miss-classy.com

    • Nika sagt:

      Foodmärkte sind immer toll zum entdecken finde ich.
      Schade, dass ich dir den Street Food Markt nicht einfach vorbeibringen kann. 🙁

      Liebe Grüße,
      Nika

  5. Carrie sagt:

    Oh das klingt ja super. Vielen Dank für deinen tollen Beitrag
    http://carrieslifestyle.com

  6. Jacqueline sagt:

    Liebe Annika

    Ich mag solche Street Food Markets sehr!

    Bei diesem war ich noch nicht, aber es ist immer sehr spannend, neues auszuprobieren!

    Danke Dir für Deinen tolle Inspiration!

    Hab einen schönen Tag!

    xoxo
    Jacqueline

    • Nika sagt:

      Freut mich zu hören, dass es dir Inspiration für deinen nächsten Ausflug gegeben hat. Schau gerne mal beim YAAM in den Eventkalender, die machen öfter auch noch andere Food Veranstaltungen.

      Liebe Grüße,
      Nika

  7. hach das erinnert mich daran, dass ich unbedingt auch mal wieder auf den Streetfood Market möchte! schaut auch nach einer sehr guten Empfehlung aus 🙂
    und auf die Strandbar freue ich mich im Sommer auch schon wieder!

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

    • Nika sagt:

      Also die Strandbar ist auf jeden Fall zu empfehlen. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass im YAAM auch dieses Jahr wieder die Festas Juninas stattfindet. Das ist ein brasilianisches Sommerfest. Richtig toll mit Musik, Tanzkursen, brasilianischem Street Food und das alles mit Strandatmosphäre nur eben an der Spree statt an der Copacabana 🙂

      LG,
      Nika

  8. Caroline sagt:

    Ich liebe Streetfood in allen Variantionen. Werde mir das auf jeden Fall auf meine TO DO liste schreiben auf einer der nächsten Termine vorbei zuschauen wenn ich zeitgleich in Berlin bin. Danke Dir für den tollen Tipp 🙂

    Liebste Grüße
    Caroline | http://www.carolinekynast.com

    • Nika sagt:

      Mach das unbedingt. Es gibt auch so viele andere Street Food Märkte in Berlin. Einfach mal auf Facebook schauen, die meisten Veranstaltungen sind wirklich online zu finden.

      LG,
      Nika

  9. Sarah sagt:

    Ja das ist ja cool. Ich war jetzt schon so oft in Berlin aber davon habe ich noch nicht gehört. Muss ich mir für meinen nächsten Besuch mal merken 🙂

    • Nika sagt:

      Wenn du dann dort warst, musst du mir unbedingt erzählen wie es dir gefallen hat. Ein guter Tipp ist auf jeden Fall auch die Festas Juninas im YAAM, das brasilianische Sommerfest, das dort stattfindet. Sollte auch dieses Jahr wieder sein.

      Liebe Grüße,
      Nika

  10. katy fox sagt:

    ich mag ja solche streetfood market sehr! man entdeckt so viel unterschiedliches zeugs zum essen! echt toll immer um etwas neues zu entdecken!
    schade das es so was in meiner stadt viel zu selten gibt!
    glg katy

    http://www.lakatyfox.com

    • Nika sagt:

      Hallo Katy,

      wo wohnst du denn? Diese Street Food Märkte schießen ja sonst wirklich aus dem Boden. Es ist ein richtiger Hype finde ich. Allerdings bin ich da vielleicht inzwischen auch echt Berlin verblendet 😀

      Ich wünsche dir jedenfalls bald wieder kulinarische Entdeckungen auch in deiner Stadt.

      Liebe Grüße,
      Nika

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